Sichere Odoriertechnik für Erdgas und Flüssiggas

Erdgas und Flüssiggas sind generell geruchslos bzw. geruchsarm. Sie sind leicht entflammbar und bilden in Verbindung mit Sauerstoff ein explosives Gemisch und es besteht die Gefahr von Erstickung. Aus Sicherheitsgründen ist es deshalb unbedingt erforderlich, Leckage in gasführenden Systemen bereits weit unterhalb der Explosionsgrenze zu erkennen. Die Odorierung verleiht dem Erd- bzw. Flüssiggas einen penetranten charakteristischen Geruch und ermöglicht somit eine schnelle und einfache Wahrnehmung von gefährlichen Gasaustritten.


Zur Odorierung von Erd- und Flüssiggas wird vorzugsweise das sogenannte Injektionsverfahren angewendet, d.h. das Odoriermittel wird mit Hilfe einer Dosierpumpe direkt in die Gasleitung eingespritzt. Die Zugabe des Odoriermittels erfolgt mengenproportional zum Gasdurchsatz in das Leitungsnetz und der Geruchsstoff wird vom Gas absorbiert. Dieses Verfahren garantiert eine gleichbleibende Geruchsintensität und einen wirtschaftlichen Verbrauch von Odorstoff. Heute verwendete Odoriermittel sind zumeist schwefelhaltige organische Verbindungen der Gruppen
  • Thioether (Sulfide)
    THT (Tetrahydrothiophen) ist ein typisches Odoriermittel dieser Gruppe
  • Thiole (Merkaptane)
    Typische Vertreter dieser Gruppe sind Methyl-, Ethyl-, Buthyl-, Propyl- und Isopropyl-Merkaptane oder deren Mischungen. Für die Odorierung von Flüssiggas werden vorzugsweise Merkaptane verwendet.
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